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08.11.2018, 09:32 Uhr | Anja Greiner, Südkurier Villingen-Schwenningen
Neues Zuhause für die Volkshochschule? Erste Weichen für möglichen Umzug gestellt
Quelle: www.suedkurier.de

- Verwaltungsausschuss stimmt für einen Umzug
- Ehemalige französische Schule soll neue Heimat werden
- Gemeinderat hat kommende Woche das letzte Wort
 
Echte Glücksfälle sind selten. Für die Volkshochschule, also für rund 440 Dozenten und rund 20 000 Doppelstädter, die regelmäßig die Kurse und Seminare in Anspruch nehmen, könnte ein solcher Glücksmoment bald gegeben sein.
 
Dann nämlich, wenn die Stadt sich dazu entschließt, die ehemalige französische Schule Ecole Romäus an der Dattenbergstraße zu kaufen und dort einen neuen VHS-Standort einzurichten. Barrierefrei, mit genügend Seminarräumen und Parkplätzen. Anders, als es derzeit am Münsterplatz in Villingen der Fall ist.
 
Im Verwaltungs- und Kulturausschuss, da wurde der Vorschlag am Mittwochabend das erste Mal diskutiert, war man sich schon mal in einem Punkt einig: Der Kauf des Gebäudes sei unabdingbar. "Es wäre absolut wünschenswert", so Renate Breuning von der CDU.
 
Auch wenn heute noch nicht klar ist, wie hoch der Kaufpreis sein wird – aktuell hat die Verwaltung einen Gutachter beauftragt, der den Verkehrswert des Gebäudes ermitteln soll – und bis wann der Kauf überhaupt vonstatten gehen kann. "Wir können heute noch nicht absehen, wann wir uns in die Lage versetzt sehen, das Gebäude umzubauen und zu sanieren", sagte OB Kubon gleich zu Beginn des Tagesordnungspunktes. "Das kann sich durchaus hinziehen."
 
Seine einzige Prognose: "Wir streben einen Erwerb innerhalb der nächsten zwölf Monate an." Ob das realistisch ist, hängt am Ende wohl vom Bund ab, genauer von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben. Der gehört das ehemalige Militärgebäude derzeit noch.
Uneinigkeit herrschte letztlich nur in einem Punkt unter den Ausschuss-Mitgliedern: Ob man sich heute bereits auf eine künftige Nutzung des Gebäudes festlegen sollte. Oder, wie Rudolf Nenno, von den Freien Wählern es formulierte: "Schule, Kita, Feuerwehrhaus, wir wissen am Ende nicht, wo die Not am größten ist und wofür das Gebäude am besten gebraucht werden kann." Endgültig entscheiden muss kommende Woche der Gemeinderat.
 
Der neue Standort: Die frühere französische Schule Ecole Romäus an der Dattenbergstraße steht seit Jahren leer und wurde, als in den alten Franzosenwohnungen eine Erstaufnahmeeinrichtung untergebracht war, zur Essensausgabe für Flüchtlinge genutzt. Die Schule grenzt direkt an die Wohngebiete Welvert und Erbsenlachen an und das neu zu erschließende Gebiet Mangin ist nicht weit entfernt.
Das Gebäude selbst ist für einen Unterrichtsbetrieb nach Angaben der Verwaltung bestens geeignet. 13 große barrierefreie Seminarräume, ein multifunktionaler Vortragsraum und ein Bewegungsraum eigenen sich demnach für Inklusions-Seminarangebote, als Begegnungsstätte, beispielsweise in Form eines Cafés, und für Gesundheitsangebote. Auch die Erreichbarkeit mit dem öffentlichen Nahverkehr wäre gewährleistet.
 
Der alte Standort: Das jetzige Gebäude der Volkshochschule am Münsterplatz könnte künftig von der benachbarten Stadtbibliothek mitgenutzt werden. Außerdem könnten durch die Wiedereingliederung der seit längerem wegen Platzproblemen ausgelagerten Kurse wie Malen, Zeichnen, Töpfern, Werken Kosten gespart werden. Denn diese Kurse sind derzeit nur in einem eigens angemieteten Atelier in Schwenningen möglich. Die Miete beträgt dafür jährlich 12 500 Euro. Das Gebäude am Münsterplatz müsste außerdem brandschutztechnisch und sicherheitstechnisch überprüft werden.

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