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13.12.2018, 09:40 Uhr | Cornelia Spitz, Schwarzwälder-Bote Villingen-Schwennigen
Feuerwehr: Missstände bei Hilfsfrist vertuscht?
Quelle: www.schwarzwaelder-bote.de

Die doppelstädtische Feuerwehr kommt nicht zur Ruhe: Bei den Einsatzkräften soll es zu Unregelmäßigkeiten gekommen sein. Hintergrund der Angelegenheit sind offenbar die Hilfsfristen. Die Fraktion der Freien Wähler möchte diesen Informationen nun auf den Grund gehen.

Gerüchte hierüber kursieren nach Informationen unserer Zeitung bereits seit einigen Monaten – konnten bislang jedoch nicht verfiziert werden und fanden deshalb wohl auch noch nicht den Weg in die Öffentlichkeit. Bereits im Sommer, so heißt es aus internen Kreisen, hätte es hinsichtlich dieser Unregelmäßigkeiten Gespräche mit der Führung der Feuerwehr geben sollen. Ob es dazu tatsächlich kam und was die Ergebnisse waren, ist hingegen unklar.

Doch worum geht es? Nach Angaben von Fraktionschef Andreas Flöß handele es sich um "teilweise gravierende Tatbestände", welche die gesetzlich vorgeschriebenen Hilfsfristen betreffen könnten. Offenbar, so heißt es aus verschiedenen Quellen, können die gesetzlich geregelten Zeiten, in denen die Feuerwehr am Einsatzort sein muss, teilweise nicht eingehalten werden. Im Raum steht dabei ebenfalls, ob es in VS gar zu Manipulationen kam, um die Missstände zu vertuschen. Denn es sei schon länger bekannt, dass es bei den Hilfsfristen zu Problemen komme – thematisiert wurde dies jedoch noch nicht.

Nach Angaben von Flöß spiele in das Thema auch die Problematik der Schwenninger Gerätewarte, die nach Querelen mit den Ehrenamtlichen tagsüber nicht mehr ausrücken, obwohl sie bereits im Gerätehaus sind. Schafft es die Feuerwehr seitdem nicht mehr fristgerecht zum Einsatz? Dies dürfte eine der zentralen Fragen sein, die im Zuge der Aufarbeitung beantwortet werden sollten.

Flöß fordert Informationen ein

Die Freien Wähler seien sich laut Flöß bewusst darüber, dass nicht alle Behauptungen beweisbar seien, "sicherlich aber nicht aus dem Nichts entstanden". Man fordere deshalb trotzdem, dass diese dem Gemeinderat bekannt gemacht werden. Im Vordergrund stehe für die Fraktion diesbezüglich insbesondere, dass ein zukünftiger Kommandant gemeinsam mit der Verwaltung eingreifen kann – zudem stehe das Ansehen der Gesamtwehr und deren Einsatzbereitschaft auf dem Spiel.

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