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05.07.2019, 08:30 Uhr | Michael Pohl, Schwarzwälder Bote Villingen-Schwenningen
Gemeinderäte nehmen ihren Hut
Quelle: www.schwarzwaelder-bote.de

Bei der jüngsten Kommunalwahl wurden gleich 14 bisherige Ratsmitglieder nicht mehr gewählt – entweder, weil sie nicht mehr kandidierten, oder aber nicht mehr genügend Stimmen bekamen. Am Mittwoch hieß es deshalb Abschied nehmen.
Es war das erste und für einige gleichzeitig auch das letzte Mal: In der Premierensitzung des Gemeinderates in der Schwenninger Neckarhalle stand neben den Jahresberichten der städtischen Gesellschaften vor allem eines auf der Tagesordnung: der Abschied zahlreicher verdienter Ratsmitglieder. Oberbürgermeister Jürgen Roth bemerkte in seiner Rede, dass immerhin 35 Prozent des Gremiums in der bevorstehenden Legislaturperiode neu seien. "Diese Veränderung bedeutet zweifelsohne eine beachtliche Zäsur im kommunalpolitischen Leben unserer Stadt", bekräftigte er. Und obwohl Roth selbst die Ausscheidenden gerade einmal ein halbes Jahr lang in den Sitzungen leitete, blickte er deutlich weiter zurück. Er verwies auf junge Projekte, wie beispielsweise das neue Jugend- und Kulturzentrum Klosterhof, ging in seiner Aufzählung aber auch zurück bis zur Landesgartenschau im Jahr 2010. Insgesamt neun ausscheidende Gemeinderäte bekamen die Verdienstmedaille in Bronze und Silber (wir berichteten). Fünf weitere hätten sogar die goldene Auszeichnung verdient gehabt, auf die jedoch Renate Breuning, Ernst Reiser und nun auch Erich Bißwurm (in Abwesenheit) verzichteten. Und dennoch ließ es sich OB Roth nicht nehmen, insbesondere auf die drei genannten sowie auf Bernd Hezel und Werner Ettwein ein Loblied zu singen. Für den Erhalt der goldenen Verdienstmedaille sind 15 Jahre im Gremium Pflicht. Selbstredend, welche Anerkennung der Oberbürgermeister einem Ernst Reiser (39 Jahre), Bernd Hezel (35 Jahre) sowie Renate Breuning, Erich Bißwurm und Werner Ettwein (alle 25 Jahre) zukommen ließ. Während Roth hofft, von Bernd Hezel "auch als Privatmann noch vieles zu hören", ist ihm bei R enate Breuning nicht bange: "Ich bin sicher, man wird – in welcher Art und Weise auch immer – auch in Zukunft noch vieles von Ihnen vernehmen!" Während also die meisten Verabschiedeten ihre Medaillen entgegen nahmen, Bißwurm und Reiser gar nicht oder nicht mehr anwesend waren, nahm Renate Breuning die lobenden und dankenden Worte des Stadtoberhauptes entgegen. Und am Ende nicht nur diese: "Ich akzeptiere, dass Sie keine Urkunde und keine Medaille als Anerkennung haben wollen. Aber einen Gutschein für ein Blumengeschäft bekommen Sie trotzdem", sagte Jürgen Roth bei der Übergabe des Umschlags mit einem Lachen im Gesicht.

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