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06.07.2019, 16:44 Uhr | Renate Breuning
Analyse der Kommunalwahlen

Zu einer Analyse der Kommunalwahlen traf sich der Vorstand der CDU Villingen-Schwenningen. Auch die Kandidatinnen und Kandidaten auf der CDU-Liste bei der Wahl waren dazu eingeladen.

Mit Vergleichen zur letzten Wahl, aber auch mit Vergleichen mit anderen Parteien, schlüsselte der Vorsitzende, Klaus Martin, die Ergebnisse von 2019 auf. Erfreulich war die Wahlbeteiligung von 46 % gegen 38,3 % im Jahr 2014. Doch leider blieb das ohne Auswirkungen für die CDU, denn bis auf  225 Stimmen Unterschied waren die Ergebnisse beider Jahre gleich. Allerdings verlor die CDU mit 27,2 % der Stimmen 2 Sitze im Gemeinderat.

Inwieweit das Ausscheiden von fünf langjährigen Mitgliedern aus der Fraktion darauf Einfluss hatte, lässt sich nicht genau feststellen. Erfreulich jedenfalls, so Klaus Martin, sei der gestiegene Frauenanteil von bisher vier auf jetzt fünf. Auch die Repräsentanz der kleinen Ortsteile im Gemeinderat ist  jetzt gestärkt mit vier Gemeinderäten alleine in der CDU.

Einig war man sich im Vorstand, dass man zukünftig noch mehr auf die Sozialen Medien setzen muss. Thomas Herr, als Vorstandsmitglied für diesen Bereich zuständig, bekam einen besonderen Dank für seine Betreuung der CDU-Seiten im Internet. Er konnte berichten, dass man alleine mit der Facebook-Präsenz mehr als 27 000 Personen erreicht hat, und das bei geringem finanziellen Aufwand.

Die beiden Flyer für Gemeinderat und Kreistag wurden laut Rückmeldungen aus der Bevölkerung als sehr gut gemacht empfunden. Dabei war es für manche Wähler hilfreich, dass man auf den CDU-Flyern „probewählen“ konnte, weil dort jeweils die Stimmzettel der CDU abgebildet waren. Die erstmalige Listenaufstellung in alphabetischer Reihenfolge fand Befürworter aber auch Ablehnung. Da es keine festen Vorschriften für die Listenaufstellungen gibt, wird sich der Vorstand in fünf Jahren wieder mit dieser Thematik befassen und entscheiden müssen.

Eine Lehre aus der Wahl lautet sicher, dass das Image der CDU in der Bevölkerung auf allen Ebenen verbesserungswürdig ist.

Ein Ergebnis aus der Wahl kann die gewählten CDU-Räte sicher nicht zufrieden stellen: Die Sitzverteilung in den einzelnen Gremien, besonders in den beiden großen 15 Personen-Ausschüssen. Hier haben nach dem geltenden Auszählungsverfahren CDU und Grüne jeweils vier Sitze, und das mit einem Stimmenunterschied von fast 60 000. Die Freien Wähler aber haben in diesen beiden Ausschüssen je drei Mitglieder im Gegensatz zu den vier der Grünen, wobei die Stimmendifferenz zwischen diesen beiden Listen nur rund 24 000 beträgt. Zu solchen, für den gesunden Menschenverstand unerklärlichen Ergebnissen kann das Auszählverfahren führen!

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