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18.07.2019, 16:45 Uhr | Birgit Heinig, Schwarzwälder Bote Villingen-Schwenningen
50 Prozent Zuschuss­ für Ringzug
Quelle: www.schwarzwaelder-bote.de

Im April 2020 wird sich der Kreistag mit einer Klausurtagung dem Thema Öffentlicher Personen-Nahverkehr (ÖPNV) widmen. "Es sind schwerwiegende und wichtige Entscheidungen zu treffen", kündigte Landrat Sven Hinterseh an. Bus, Bahn und Individualverkehr müssen koordiniert werden.

Schon einmal freie Bahn für den "nächsten logischen Schritt" in Sachen Ringzug gaben die Räte bei ihrer letzten Sitzung als gewählte Vertreter einstimmig.

Der Zweckverband kann damit die Vorbereitungen für das neue Betriebskonzept "Ringzug 2.0" fortsetzen, das als "zukunftsfähig über das Jahr 2024 hinaus" gilt. Vorgesehen sind darin die Elektrifizierung der Strecken Villingen-Schwenningen nach Rottweil, Immendingen – Tuttlingen und Hüfingen – Bräunlingen. Der Metropolexpress (MEX) Stuttgart – Rottweil soll bis Villingen verlängert werden und damit eine stündliche Direktverbindung nach Stuttgart entstehen. Erweitert werden soll das Ringzugnetz zudem bis nach St. Georgen.

Das Land sei bereit, berichtete Hinterseh, 50 Prozent der Kosten für einen Werktagsverkehr zu übernehmen. Nachgedacht werden müsse dabei auch über neue Haltepunkte, etwa in Peterzell. "Wir brauchen diesen Ringzug", unterstrich St. Georgens Bürgermeister Michael Rieger (FW) angesichts des zunehmenden Verkehrs auf der B 33 die Dringlichkeit dieses Projektes, "allerdings auch am Wochenende".

Der Ausbaubeginn für das Gesamtprojekt ist für 2022 vorgesehen. Auch der Radwegebau zwischen St. Georgen und Hardt inklusive einer Verbreiterung der parallel verlaufenden Kreisstraßen K 5724 und K 5531 kann nach dem einstimmigen Votum des Rates noch in 2019 angegangen werden. Die Kostenschätzung für das interkommunale Großprojekt liege bei 4,5 Millionen Euro, aufgeteilt auf die Haushalte der Landkreise Schwarzwald-Baar und Rottweil und werde zu 70 Prozent öffentlich bezuschusst, berichtete Reinhold Maier aus der Verwaltung. Der Bau soll auch hier 2022 beginnen.

 

Alle Fraktionssprecher begrüßten die Maßnahme als "Lückenschluss" und als touristische Aufwertung der Region. Die Verkehrsgesellschaft Bregtal mbH Villingen-Schwenningen wird ab Dezember bis 2027 die Busverkehre in der Südbaar übernehmen. Das ortsansässige Unternehmen war eines von drei Bewerbern um das Auftragsvolumen von 4,6 Millionen Euro, aufgeteilt in vier Lose. Als besonders erfreulich empfanden die Räte, dass "Geld und Arbeitsplätze in der Region bleiben" (Anton Knapp, SPD) und dass künftig ausschließlich Fahrzeuge mit der aktuellen Euro-Norm 6 eingesetzt werden.

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