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24.07.2019, 15:50 Uhr | Felicitas Schück, Schwarzwälder Bote Villingen-Schwenningen
Ein Fünftel der neuen Kreisräte sind Frauen
Quelle: www.schwarzwaelder-bote.de

Die Frauenquote im neuen Kreistag habe sich nun auf 22,4 Prozent, beziehungsweise ein Fünftel erhöht, stellte Landrat Sven Hinterseh bei der konstituierenden Sitzung des neuen Gremiums am Montag im Landratsamt fest

Von 58 Kreisräten sind 13 Frauen und 45 Männer. Für die Frauenquote sieht Hinterseh noch "Luft nach oben". "Die Tendenz ist klar steigend", erklärte der Landrat, der die 30-jährige Bürgermeisterin Lisa Wolber aus Gütenbach als jüngste Kreisrätin stellvertretend für alle vereidigte. Ältester Kreisrat ist Karl-Henning Lichte mit 76 Jahren. Stärkste Fraktion trotz Stimmenverluste bleibt die CDU, die wie gewohnt, 22 Sitze auf der einen Fensterseite belegte. Nach vorne gezogen sind die Grünen auf der anderen Fensterseite, wo sie auf den Plätzen, die im vorherigen Kreistag die Sozialdemokraten innehatten, residieren. Zehn Sitze haben sie jetzt, ebenso viele wie die Freien Wähler. Die SPD ist mit insgesamt acht Plätzen nun dahinter angesiedelt. Fünf Sitze im kommunalen Gremium hat die FDP. Verdreifacht hat sich die AFD im neuen Kreistag mit nunmehr drei Plätzen.
 
"Erstmals in der Geschichte haben wir sechs Fraktionen im Kreistag", erklärte Hinterseh, der auf "viereinhalb Jahre erfolgreiche Kreispolitik" blickte und auf eine Klausurtagung am 11. und 12. Oktober zu relevanten kommunalen Themen aufmerksam machte. Als eine zentrale Herausforderung nannte er den Erhalt der Daseinsvorsorge und den demografischen Wandel.
 
Die Stärkung der Bildung an den Beruflichen Schulen und der Infrastruktur im Kreis, sowohl was Breitbandversorgung als auch Verkehrsinfrastruktur betrifft, hob er als Herausforderung hervor. Außerdem erwähnte der den bevorstehenden Abschluss der Elektrifizierung der Höllentalbahn und die anstehende Elektrifizierung der Strecke Villingen-Schwenningen-Rottweil sowie die Erweiterung des Ringzuges nach St. Georgen und den Tourismus, den es zu stärken gelte. "Für die bürgerschaftliche Verantwortung im Kreis braucht es Menschen wie Sie", rief Hinterseh dem neuen Gremium zu.
 
Als Stellvertreterin des Landrates wurde Elke Bettecken (CDU) bestimmt, auf sie folgen Cornelia Kunkis- Becker (Grüne) und Sigrid Fiehn.
 
Die CDU setzte sich mit ihrem neuen Sprecher Jürgen Roth anschließend mit einem Antrag zur Änderung der Hauptsatzung zusammen mit den Fraktionen der Grünen und der SPD durch. Demnach soll die Größe der Ausschüsse von 21 auf 23 Mitglieder steigen. Der Antrag fand 38 Befürworter, 16 stimmten dagegen. Anschließend wurden die Mitglieder der Ausschüsse des Kreistages und ihre Stellvertreter bestellt, außerdem der Jugendhilfeausschuss und der Aufsichtsrat der Schwarzwald-Baar-Klinikum Villingen-Schwenningen GmbH besetzt. Auch die Mitglieder des Schwarzwald-Baar-Kreises für die Versammlung des Regionalverbandes wurden bestellt. Es folgten noch die Bestellung der Mitglieder für die Verbandsversammlung des Zweckverbandes Pflege- und Altersheim "Haus Wartenberg" Geisingen und eines Delegierten für die Landkreisversammlung. Außerdem wurden Delegierte für die Delegiertenversammlung des Tourismusverbandes Baden-Württemberg benannt.
 
Roland Erndle (FDP) fragte, ob der Landkreis von Fehlermeldungen in großem Ausmaß bei den Radaranlagen betroffen sei. "Diese Technik ist bei uns nicht im Einsatz", antwortete der Landrat.

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