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25.02.2016, 12:51 Uhr | Südkurier Villingen-Schwenningen
CDU und FWV lehnen Umzug des Bürgeramtes ab
Quelle: www.suedkurier.de
Diskussion im Ausschuss, Gemeinderat trifft nächste Woche die Entscheidung

Nach einer kontroversen Diskussion hat der Verwaltungsausschuss einen Umzug des gesamten Bürgeramtes in das ehemalige Nexus-Gebäude auf der Steig abgelehnt (fünf Ja, sieben Nein, drei Enthaltungen). Die Entscheidung fällt nächste Woche im Gemeinderat. Die Beschlussvorlage, die Josefsgasse 7 zum Verkauf auszuschreiben, fand zumindest im Verwaltungsausschuss eine Mehrheit. „Das ist schon kurios“, meinte Baubürgermeister Bührer dazu.

Vor allem die Fraktion der Freien Wähler und die CDU lehnen einen Umzug ab. Einig waren sich alle Fraktionen, dass die Zustände vor allem in der Josefsgasse 7 für Mitarbeiter und Besucher unzumutbar sind und hier dringend Abhilfe geschaffen werden müsse. Für die Verwaltung macht nur eine gesamte Auslagerung des momentan an sechs verschiedenen Standorten untergebrachten Bürgeramtes einen Sinn. Da auch andere Ämter wie das Jugendamt, aus allen Nähen platzen, würden freiwerdende Räume beispielsweise in den Rathäuser optimal genutzt werden, wie Hauptamtsleiter Joachim Wöhrle ausführte. Da die beiden Bürgerzentren am jetzigen Standort bleiben, könne man nicht von sechs Gebäuden sprechen, die betroffen sind, so Renate Breuning von der CDU. Sie forderte für ihre Fraktion die Auslagerung nur eines Bereiches. „Welcher das ist, kann der Amtsleiter entscheiden.“ So könnte es in der Josefsgasse zu einer Entlastung kommen. Für Bürgeramtsleiter Glück ist dies keine Option, da ja ein weiterer Standort hinzukäme und eine weitere Zersplitterung des Amtes das Arbeiten noch schwieriger mache. Auch die Freien Wähler sehen die Notwendigkeit, dass in der Josefsgasse etwas passiert, wie Berthold Ummenhofer erklärte. Sein Vorschlag: Nur für die 46 Mitarbeiter in der Josefsgasse ein neues Domizil zu suchen. „Hier würde sich das Hollerith-Gebäude anbieten“, so Ummenhofer. Hier stehen Flächen leer, der Mietpreis sei zwar höher als im Nexus-Gebäude, aber man benötige ja auch weniger Fläche. Ummenhofer störte sich auch daran, dass gleich ein Beschluss über den Verkauf des Gebäudes Josefsgasse gefasst werden solle: „Wir wollen das getrennt abstimmen.“

Frank Banse sieht für die SPD in dem Gebäude auf der Steig „einen Glücksfall“ und rät dazu, das Amt hier unterzubringen. Hans-Joachim von Mirbach (Grüne) wies auf die unzulängliche Unterbringung der Mitarbeiter hin. Gerade im Standesamt könne wegen der räumlichen Enge kein Datenschutz gewährleistet werden und Lehrlinge könne das Bürgeramt auch nicht ausbilden.

Frank Bonath von der FDP glaubt nicht an eine Übergangslösung, wenn das Bürgeramt jetzt auf die Steig zieht. Die Mietkonditionen hält er für sehr wirtschaftlich. Er wollte aber wissen, ob eine teilweise Verlagerung des Amtes, wie von der CDU vorgeschlagen, machbar sei. Es mache keinen Sinn, so Wöhrle, kleine Inseln zu schaffen.